Recherche30. Juli 2026ca. 12 Min. Lesezeit
Das Netzwerk — Booker, Ramaswamy, Colby und die politische Achse
Ein US-Senator. Ein Präsidentschaftskandidat. Ein Untersekretär der Verteidigung. Ein Daily-Wire-Host. Ein Lobbyist. Die Mitgliederliste der Shabtai Society liest sich wie eine Blaupause des amerikanischen Establishments — mit Verbindungen in beide Parteien und in die höchsten Etagen der Nationalen Sicherheit.

*Die Mitgliedschaft von Shabtai ist offiziell vertraulich. Aber eine Reihe von Namen ist öffentlich bekannt, und sie beschreiben ein Netzwerk, das beide Parteien durchspannt, von der Demokratischen Partei bis zur Trump-Administration, von der akademischen Elite bis zur rechten Medienlandschaft. Was diese Menschen verbindet, ist nicht eine politische Richtung. Es ist ein Salon in New Haven und ein Rabbi, der sie geformt hat.*
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Cory Booker: Der Senator

Cory Booker ist US-Senator für New Jersey, ehemaliger Bürgermeister von Newark und ehemaliger Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Er ist eines der fünf Gründungsmitglieder von Shabtai.
Booker war von Anfang an dabei. Im Januar 1997 unterzeichnete er den Mietvertrag für Wohnung 5Q in den Taft Apartments. Hecht beschreibt seine Rolle mit zwei Worten: Charm und Charisma. Booker war Baptist, der einzige Nicht-Jude unter den Gründern, aber er brachte die politische Dimension ein, die der Gruppe anfangs fehlte.
Booker kehrte 2022 als Gast zu Shabtai zurück. Er ist bis heute mit der Organisation verbunden. Seine Bürowebsite verweist nicht auf Shabtai, aber seine politische Positionierung ist konsistent mit dem Shabtai-Umfeld. Er tritt pro-Israel auf, gegen BDS und für starke amerikanisch-israelische Beziehungen. Das ist kein Zufall. Es ist das Umfeld, in dem er sich seit Jahrzehnten bewegt.
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Vivek Ramaswamy: Der Herausforderer
Vivek Ramaswamy ist Gründer von *Roivant Sciences*, ehemaliger GOP-Präsidentschaftskandidat 2024 und Kandidat für die Gouverneurswahl in Ohio 2026. Er ist nicht jüdisch. Aber er ist eines der prominentesten Shabtai-Mitglieder.
Ramaswamy kam als Yale-Law-Student zu Shabtai. Die Hechts wurden, so Ramaswamy selbst, zu seinen engsten Freunden. Wochen vor seiner Präsidentschaftskampagne reisten die Hechts zu seinem Haus in Ohio, um ihn zu unterstützen. Das ist keine lose Bekanntschaft. Das ist eine mentale und emotionale Bindung, die Jahre überdauert hat.
Ramaswamy und seine Frau Apoorva hosteten Shabtai-Satellitenveranstaltungen in ihrem Manhattan-Apartment. Gäste dort: Jed Rubenfeld, Verfassungsrechtler und Ehemann von Amy Chua (Autorin von *Battle Hymn of the Tiger Mother*), und Floyd Abrams, einer der bekanntesten Verfassungsrechtler Amerikas. Diese Zusammenkünfte zeigen, wie Shabtai über die Universität hinaus in die Wohnzimmer der Macht getragen wird.
Bemerkenswert ist ein politischer Widerspruch. Ramaswamy floatierte während seiner Präsidentschaftskampagne, er wolle US-Militärhilfe an Israel beenden. Das ist eine Position, die im Widerspruch zum Mainstream der pro-Israel-Lobby steht, und doch kam sie von einem Shabtai-Mitglied. Hecht hat Verbindungen auf beiden Seiten des politischen Spektrums kultiviert. Ramaswamy nannte Hecht seinen Mentor.
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Elbridge Colby: Der Untersekretär
Elbridge Colby ist Under Secretary of Defense for Policy in der Trump-Administration. Das ist die dritthöchste Position im Pentagon, verantwortlich für Verteidigungsstrategie, Rüstungspolitik und militärische Planung.
Colby ist ein Shabtai-Mitglied. Sein Name steht auf der Wikipedia-Liste der bekannten Mitglieder. Ein Mann, der heute amerikanische Verteidigungspolitik mitgestaltet, war Teil einer Organisation, die von einem Epstein-Freund finanziert und von einem Rabbi geleitet wird, der Itamar Ben-Gvir bewundert.
Die Implikation ist nicht, dass Colby Ben-Gvirs Politik teilt. Die Implikation ist, dass Shabtai's Netzwerk bis in das Pentagon reicht. Wenn ein Mann, der Verteidigungsstrategie für die Vereinigten Staaten entwirft, in einem Netzwerk sitzt, das von einer Person wie Hecht geformt wurde, dann ist das keine Fußnote. Es ist ein Strukturmerkmal der amerikanischen Sicherheitspolitik.
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Michael Knowles: Der Kommentator
Michael Knowles ist politischer Kommentator, Autor und Host bei The Daily Wire, dem rechten Medienimperium von Ben Shapiro. Knowles ist Shabtai-Mitglied.
Die Daily Wire-Verbindung ist bemerkenswert. Shapiro selbst ist nicht als Shabtai-Mitglied gelistet, aber die personelle Überschneidung zwischen Shabtai und der rechten jüdisch-amerikanischen Medienlandschaft ist evident. Knowles vertritt eine dezidiert pro-israelische, anti-palästinensische Position, konsistent mit der politischen Drift, die Shabtai unter Hecht genommen hat.
Die Medienkomponente ist wichtig, weil sie die Narrative formt, die Millionen von Menschen erreichen. Wenn ein Shabtai-Mitglied eine Plattform wie The Daily Wire hat, dann fließen die Ideen des Netzwerks in den öffentlichen Diskurs. Das ist kein Hinterzimmer mehr. Das ist ein Lautsprecher.
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Nicolas Muzin: Der Stratege
Nicolas Muzin ist politischer Stratege, Lobbyist und Anwalt. Er ist Yale Law-Absolvent und Shabtai-Mitglied. Muzin war stellvertretender Stabschef von Senator Tim Scott (R-SC) und arbeitete für Ted Cruzs Präsidentschaftskampagne 2016. Später wurde er Lobbyist, unter anderem für Saudi-Arabien.
Die Kombination aus Shabtai-Mitglied, pro-Israel und Saudi-Lobbyist illustriert die Art von geopolitischer Flexibilität, die das Shabtai-Netzwerk ermöglicht. Muzin vertritt scheinbar widersprüchliche Interessen, aber im Rahmen des Netzwerks ergibt das Sinn. Shabtai ist kein ideologischer Filter. Es ist eine Plattform, auf der unterschiedliche Interessen koexistieren, solange die Beziehungen stimmen.
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Noah Feldman: Der Verfassungsexperte
Noah Feldman ist Professor an der Harvard Law School und einer der bekanntesten Verfassungsexperten der USA. Er half beim Entwurf der irakischen Verfassung. Er ist Autor von „To Be a Jew Today" (2024). Und er ist Shabtai-Mitglied, einer der Gründer.
Feldman repräsentiert die liberale, akademische Seite von Shabtai. Dass er und Hecht in derselben Organisation sind, während Hecht Ben-Gvir einlädt und Feldman ein liberaler Verfassungsgelehrter ist, zeigt die Spannung, die zum Bruch führte. Die *JTA* berichtete, dass Anfragen für Kommentare an die anderen Mitgründer nicht beantwortet wurden.
Das Schweigen der Mitgründer ist sprechend. Wer nicht antwortet, hat etwas zu verbergen oder will nicht Teil der Geschichte sein. In beiden Fällen bestätigt das Schweigen, dass etwas passiert ist, das Erklärung verdient.
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Das Yale 300-Netzwerk
Über die aktuellen Mitglieder hinaus existiert das Yale 300 Project aus dem Jahr 2001, das 300 interviewte jüdische Yale-Alumni umfasst. Diese Liste ist kein Mitgliedsverzeichnis, aber sie beschreibt das Netzwerk, aus dem Shabtai schöpft.
| Name | Rolle |
|---|---|
| Stephen A. Schwarzman | CEO Blackstone, einer der reichsten Männer Amerikas |
| Alan Dershowitz | Harvard Law, Epstein-Verteidiger, Yale-300-Teilnehmer |
| Richard Levin | Ehemaliger Präsident der Yale University |
| Floyd Abrams | Verfassungsrechtler, First Amendment-Experte |
| Peter Beinart | Journalist, später von Hecht zur Exkommunikation vorgeschlagen |
| Robert Post | Sterling Professor, ehemaliger Dean Yale Law School |
| Timothy Snyder | Historiker, Yale-Professor, Shabtai-Gast |
Besonders Dershowitz ist hier relevant. Er ist nicht nur Yale-300-Teilnehmer, er ist auch eine zentrale Figur in den Epstein-Files. Die FBI FD-1023-Quelle behauptet, Dershowitz habe Acosta gesagt, Epstein „belonged to both U.S. and allied intelligence services." Dershowitz war Epsteins Anwalt, verteidigte ihn gegen Menschenhandelsvorwürfe und wird in den Akten mehrfach erwähnt.
Dass Dershowitz im selben Netzwerk auftaucht wie der Finanzier von Shabtai, Benny Shabtai, der ebenfalls Epstein-Verbindungen hat, ist keine Nebensächlichkeit. Es ist ein Hinweis darauf, dass die Epstein-Verbindungen nicht isoliert sind, sondern in bestimmten Kreisen gehäuft auftreten. Und Shabtai ist einer dieser Kreise.
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Die politische Achse
Was das Shabtai-Netzwerk auszeichnet, ist nicht eine einzige politische Richtung. Es ist die Bandbreite. Auf der demokratischen Seite sitzt Cory Booker als Senator für New Jersey. Auf der republikanischen Seite finden sich Vivek Ramaswamy als Ohio-Gouverneurskandidat, Elbridge Colby im Pentagon und Michael Knowles bei Daily Wire. Im Lobbyismus agiert Nicolas Muzin als Saudi-Lobbyist. In der Akademie stehen Noah Feldman an der Harvard und Timothy Snyder an der Yale. Im juristischen Bereich finden sich Floyd Abrams, Jed Rubenfeld und Robert Post.
Hecht hat Verbindungen auf beiden Seiten kultiviert. Die JTA beschreibt es so: „Hecht has cultivated strong relationships on both sides of the political aisle." Das ist nicht Zufall. Das ist Strategie. Wer beide Parteien abdeckt, ist unabhängig vom Wahlausgebnis immer an der Macht.
Eine Organisation, die gleichzeitig einen demokratischen Senator und einen republikanischen Pentagon-Untersekretär hervorbringt, ist keine Diskussionsrunde. Sie ist eine Machtinfrastruktur. Und Machtinfrastrukturen funktionieren nicht durch Zufall, sondern durch Planung, Pflege und die bewusste Auswahl der richtigen Personen an den richtigen Orten.
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Quellen
Die Informationen stützen sich auf öffentliche Quellen. Wikipedia listet die bekannten Mitglieder von Shabtai (externer Link, öffnet in neuem Tab)). Die Jewish Telegraphic Agency berichtet über Ramaswamy und seine jüdischen Verbindungen (externer Link, öffnet in neuem Tab) sowie über die Spaltung der Gesellschaft über Ben-Gvir (externer Link, öffnet in neuem Tab). Yahoo News liefert einen Einblick in die Yale-Gesellschaft, die Ramaswamy prägte (externer Link, öffnet in neuem Tab), die Yale Daily News veröffentlichte die Recherche „Unlocking Shabtai" (externer Link, öffnet in neuem Tab). Die Deseret News interviewte Ramaswamy über die Hechts, zitiert in Yahoo News. Zu den Einzelpersonen verweisen wir auf Wikipedia-Artikel zu Elbridge Colby (externer Link, öffnet in neuem Tab), Nicolas Muzin (externer Link, öffnet in neuem Tab) und Michael Knowles (externer Link, öffnet in neuem Tab)).
*Die Mitgliedschaft von Shabtai ist offiziell vertraulich. Die hier genannten Personen wurden durch öffentliche Quellen, Wikipedia, JTA, Yale Daily News, Yahoo News, als Mitglieder identifiziert. Nicht alle genannten Personen haben ihre Mitgliedschaft persönlich bestätigt.*
Sigma
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