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Chronik28. Juli 2026ca. 11 Min. Lesezeit

Die Chronik der Auslöschung – Teil 2: Kein palästinensisches Volk (1948–1967)

1948–1967: Die Nakba und die Leugnung

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1948 wurde der Transfer, der 1895 erfunden wurde, zur Realität. 750.000 Palästinenser wurden vertrieben. Dörfer wurden zerstört. Die Namen wurden gelöscht. Und dann begann die zweite Phase: die Leugnung.

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Die Nakba: Rabin befiehlt 'Treibt sie aus!'

Yitzhak Rabin, der spätere Premier und Friedensnobelpreisträger, befahl 1948 während der Operation Dani:

"Treibt sie aus!"

Dies bezog sich auf die Vertreibung von 50.000–70.000 Palästinensern aus Lydda und Ramle. Rabin selbst schrieb dies in seinen Memoiren – aber die Passage wurde von der israelischen Zensur gestrichen. Sie wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht.

Die Vertreibung war kein 'Kollateralschaden' des Krieges. Sie war das Ziel.

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Dayan: 'Sie sind wie Hunde'

Moshe Dayan, Israels berühmtester General, sagte 1967 über palästinensische Flüchtlinge:

"Sie sind wie Hunde, lasst sie in 48 Stunden gehen."

Dayan war kein Randfigur. Er war Verteidigungsminister, Stabschef, der Architekt von Israels Militärstrategie. Seine Sprache zeigt, was die militärische Führung wirklich dachte – nicht das, was für die internationale Bühne formuliert wurde.

03 / 07

Eshkol: 'Dreh das Wasser ab'

Levi Eshkol, Premier während des Sechstagekriegs, sagte 1967:

"Leise, geheim, dreh das Wasser ab."

Dies war keine Metapher. Es war eine operative Anweisung zur Vertreibung durch Ressourcenentzug – eine Form der kollektiven Bestrafung, die 56 Jahre später von Yoav Gallant in 'Kein Strom, kein Essen, kein Treibstoff' wiederholt werden würde.

04 / 07

Allon: 'Entarabisiere die Galiläa'

Yigal Allon, Minister und Militärführer, formulierte 1967:

"Wir müssen die Galiläa entarabisieren."

'Dearabization' – die systematische Demographie-Veränderung einer Region. Das ist keine Retorik. Es ist ethnische Säuberung als Regierungsprogramm.

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Golda Meir: 'Es gibt kein palästinensisches Volk'

Und dann kam der Satz, der die Leugnung auf den Punkt brachte. Golda Meir, Israels vierte Premierministerin, sagte 1969 in einem Interview mit The Sunday Times:

"Es gibt so etwas wie ein palästinensisches Volk nicht."

Dieser Satz ist nicht nur eine Leugnung von Identität. Er ist die Leugnung der Voraussetzung für Rechte. Wenn es kein palästinensisches Volk gibt, dann gibt es keine Rechte, die verletzt werden können. Dann gibt es keinen Besatzungsstatus, kein Selbstbestimmungsrecht, keine Resolution der UNO, die Bedeutung hat.

Die Leugnung ist die Vollendung der Vertreibung. Zuerst vertreibst du die Menschen. Dann leugnest du, dass sie existierten.

06 / 07

Ben-Gurion: 'Wir haben ihr Land genommen'

Und Ben-Gurion selbst, 1955, im Gespräch mit Nahum Goldmann:

"Warum sollten die Araber Frieden schließen? Wenn ich ein arabischer Führer wäre, würde ich niemals mit Israel verhandeln. Das ist natürlich: Wir haben ihr Land genommen."

Ben-Gurion sagte es noch direkter als Golda Meir. Er leugnete nicht die Existenz der Palästinenser – er gab zu, dass das Land genommen wurde. Aber er sagte es als Feststellung, nicht als Reue. Als Naturgesetz, nicht als Unrecht.

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Die Kontinuität: 1895 → 1948 → 1967

Die Linie ist klar:

  • 1895: Herzl formuliert den Transfer
  • 1937: Ben-Gurion befiehlt die Vertreibung
  • 1948: Rabin führt sie aus
  • 1967: Dayan, Eshkol, Allon setzen sie fort
  • 1969: Golda Meir leugnet das Volk

Transfer → Vertreibung → Leugnung. Drei Schritte, ein Prinzip.


Teil 3 behandelt die Periode 1967–1995: Kahane, Rabbi Hess, Eitans 'Kakerlaken', die Rabin-Ermordung.

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Was bleibt offen?

Golda Meir sagte 1969: 'Es gibt kein palästinensisches Volk.' Was bedeutet es, wenn die Leugnung der Existenz eines Volkes zur Staatsdoktrin wird?

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