
Schade, hätten in Belgrad bleiben können
Am 29. Juli 2026 werden die Großeltern des Zionismus-Begründers in Zemun ausgegraben. Ihr letztes Ziel: der Herzlberg in Jerusalem.
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Am 29. Juli 2026 werden die Großeltern des Zionismus-Begründers in Zemun ausgegraben. Ihr letztes Ziel: der Herzlberg in Jerusalem.

Herzl erfand den Zionismus nicht. Er organisierte ihn politisch. Die Idee der Rückkehr nach Zion ist im Talmud, in den Gebeten, in der Kabbala seit über 2.000 Jahren verankert.

Bevor Herzl den Zionismus erfand, predigte ein sephardischer Rabbiner in Zemun, dass die Juden nach Palästina zurückkehren müssten.

Zwei Brüder des Großvaters konvertierten zum serbisch-orthodoxen Glauben und änderten ihre Namen. In der Familie Herzl durften sie nicht mehr erwähnt werden.

Herzl versicherte 1899 einem arabischen Adligen, der Zionismus wolle Frieden. Fünf Jahre zuvor hatte er in sein Tagebuch geschrieben, die arme arabische Bevölkerung müsse 'diskret' entfernt werden.

Vom Sarajevo-Boykott 1492 bis zur Belgrader Exhumierung 2026: Eine balkanische Linie durch die Zionismus-Geschichte, die niemand erzählen wollte.

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