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Gesundheitsordnung03. Juni 2026ca. 6 Min. LesezeitAktualisiert 13. Juni 2026

Übersterblichkeit im Blick: Was die Zahlen wirklich sagen

Eine Million Tote pro Jahr. Seit 2020. Jemand muss das erklären.

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Dieser Artikel ist das Zentrum der Reihe "Übersterblichkeit im Blick". Er wird quartalsweise aktualisiert, wenn neue Destatis-, EuroMOMO- oder Eurostat-Daten veröffentlicht werden. Jede Aktualisierung wird oben mit einem Datum markiert.

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Aktuelle Zahlen Deutschland (Stand: Q1 2026)

| Jahr | Sterbefälle | Veränderung | Übersterblichkeit vs. 2019 | Quelle | |------|-------------|-------------|---------------------------|--------| | 2019 | ~939.500 | Baseline | 0 | Destatis | | 2020 | ~985.600 | +4,9 % | +46.100 | Destatis | | 2021 | ~1.023.000 | +3,8 % | +83.500 | Destatis | | 2022 | ~1.070.000 | +4,6 % | +130.500 | Destatis | | 2023 | ~1.024.000 | -4,3 % | +84.500 | Destatis | | 2024 | ~1.000.000 | -2,5 % | +60.500 | Destatis | | 2025 | ~995.000 | -0,5 % | +55.500 | Destatis |

Summe 2020–2025: Über 460.000 zusätzliche Sterbefälle über das 2019-Niveau hinaus. Bei demografischer Korrektur (alternde Bevölkerung ≈ +25.000/Jahr) bleiben dennoch über 300.000 Todesfälle, die nicht durch Alterung allein erklärt werden.

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Aktuelle Zahlen Europa (Stand: Q1 2026)

| Region | Q4 2025 Übersterblichkeit | Trend | Quelle | |--------|--------------------------|-------|--------| | EU-27 (Durchschnitt) | +4,4 % | Sinkend | Eurostat | | Deutschland | +5–7 % | Stabil | EuroMOMO | | Italien | +6–8 % | Stabil | EuroMOMO | | Frankreich | +3–5 % | Sinkend | EuroMOMO | | Spanien | +2–4 % | Sinkend | EuroMOMO | | Bulgarien | -2 bis +1 % | Negativ/Neutral | EuroMOMO | | Rumänien | -1 bis +2 % | Negativ/Neutral | EuroMOMO | | Schweden | +3–5 % | Sinkend | EuroMOMO | | Dänemark | +4–6 % | Stabil | EuroMOMO | | Niederlande | +5–7 % | Stabil | EuroMOMO |

Die europäische Übersterblichkeit sinkt langsam, verschwindet aber nicht. Q4 2025 zeigt mit 4,4 Prozent immer noch deutlich erhöhte Werte gegenüber dem Vor-Corona-Niveau.

Quelle: Eurostat Excess Mortality und EuroMOMO.

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Die Altersgruppen: Wer ist betroffen?

EuroMOMO-Daten (Stand Woche 20/2026):

| Altersgruppe | Trend seit 2024 | Besonderheit | |-------------|----------------|-------------| | 0–14 Jahre | Stabil, niedrig | Keine signifikante Übersterblichkeit | | 15–44 Jahre | Moderat erhöht | Spitzen in Wintermonaten, erhöhte Volatilität | | 45–64 Jahre | Erhöht | Persistierend über dem Vor-Corona-Niveau | | 65–74 Jahre | Erhöht | Langsam sinkend, aber stabil über dem Niveau | | 75–84 Jahre | Erhöht | Höchste absolute Zahlen, aber langsamster Rückgang | | 85+ Jahre | Erhöht | Demografischer Faktor dominant |

Auffällig: Die Altersgruppe 15–44 zeigt seit 2021 eine erhöhte Volatilität – also stärkere Schwankungen zwischen den Monaten. Das kann an Meldeverzögerungen liegen, aber auch an anderen Faktoren.

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Die Analyse-Artikel der Reihe

Die folgenden Artikel vertiefen einzelne Aspekte der Übersterblichkeit:

Artikel 1: Deutschlands stille Bilanz

Jahresweise Analyse 2020–2025 mit Destatis-Primärquellen, demografischer Korrektur und der politischen Leere.

Artikel 2: Der europäische Ländervergleich

Impfquote vs. Übersterblichkeit in 15 EU-Ländern. Steyer/Kappler-Analyse, Infosperber-Gegenanalyse und die Charge-Frage.

Artikel 3: Die Charge-Varianz

Warum manche Impfdosen gefährlicher waren. Schmeling/Manniche/Hansen, Jablonowski/Hooker, PEI-Stellungnahme und die offene Frage: Wer wusste Bescheid?

Artikel 4: PEI und EMA

Myokarditis, Thrombose, unerklärliche Todesfälle. Meldungsarchitektur, Untermeldequote und die Grenzen der Pharmakovigilanz.

Artikel 5: Die politische Dimension

Die Schweige-Architektur. Warum Bundestag, Medien und Behörden die Übersterblichkeit nicht zum Thema machen.

Zusätzlich: Corona-Geld

Corona-Geld: Wie Tote und Kranke zur Rechengröße wurden. Fallpauschalen, Intensivbetten-Prämien, PCR-Tests und das System der Anreize.

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Update-Archiv

| Datum | Änderung | |-------|----------| | 2026-06-07 | Erstveröffentlichung mit Daten bis Q1 2026 |

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Primärquellen

Die Übersterblichkeit ist kein Rätsel. Sie ist ein Muster. Sie ist dokumentiert. Sie ist öffentlich. Was fehlt, ist die Bereitschaft, sie als das zu behandeln, was sie ist: ein gesellschaftliches Ereignis von historischer Dimension, das eine politische und wissenschaftliche Aufarbeitung verdient.

Wer die Zahlen ignoriert, ignoriert nicht eine Verschwörungstheorie. Er ignoriert eine Million Tote pro Jahr. Das ist keine politische Position. Das ist eine Rechenaufgabe.

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FAQ

Wann wird dieser Artikel aktualisiert? Quartalsweise, wenn Destatis neue Sterbefalldaten und Eurostat/EuroMOMO neue Übersterblichkeitsberichte veröffentlichen.

Kann ich die Rohdaten selbst prüfen? Ja. Alle Quellen sind öffentlich zugänglich. Destatis veröffentlicht monatliche Sterbefallzahlen. EuroMOMO bietet wöchentliche Übersichten für alle teilnehmenden Länder.

Warum ist die Übersterblichkeit wichtiger als die absolute Sterbefallzahl? Weil Deutschland altert. Die absolute Zahl steigt auch ohne Krise. Die Übersterblichkeit korrigiert um diesen Effekt und zeigt, ob mehr Menschen sterben als demografisch erwartet.

Gibt es eine Verschwörung? Es gibt keine Belege für eine organisierte Verschwörung. Es gibt Belege für systemische Blindheit, politisches Desinteresse und wissenschaftliche Kontroversen, die nicht transparent ausgetragen wurden.

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Sigma

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Übersterblichkeit nach Altersgruppen: Was EuroMOMO und Destatis wirklich zeigen

Übersterblichkeit aufgeschlüsselt nach Altersgruppen: Was Destatis, EuroMOMO und der europäische Ländervergleich wirklich belegen — und wo die Methodik hakt.

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Zum Weiterdenken

Was bleibt offen?

Wo verläuft bei „Übersterblichkeit im Blick“ die Grenze zwischen plausibler Unsicherheit und politisch bequemer Auslassung?

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